Biographie

Kurz-Biographie

Vorgeschichte: Kreißsaal, Kindergarten, Volksschule, Gymnasium, Zivildienst.
Ausbildung: Unistudium Germanistik (M.A.), Selbststudium zum Musiker und Songschreiber.
Berufe: Gitarrenlehrer, Lastwagen- und Taxifahrer, Kloputzer. Schließlich Regieassistent beim WDR und Comedyautor und – producer in Theater, Radio und Fernsehen, u.a. bis heute bei DITTSCHE.
Werke: Ein Gitarrenlehrbuch, ein Sachbuch, vier Theaterstücke, diverse Hörspiele, ein Roman, zwei LPs.
Preise: TERRE DES HOMMES HÖRSPIEL- PREIS 1989 für eine Hörspielmusik. DEUTSCHER COMEDYPREIS 2004 für seine Arbeit als Headwriter bei 7 TAGE 7 KÖPFE.

Wikipedia

Es steht auch etwas über Herrn Koch in Wikipedia. Der Eintrag ist nicht mehr ganz aktuell, aber vielleicht ändert das mal einer der fleissigen Wikipedianer (und hoffentlich bald, damit Herr Koch es zu Lebzeiten noch lesen kann).

Sehr persönliche Biographie

(unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung Albrecht Kochs zum Chansonsänger und -autor)

Mit 15 Jahren kaufte Albrecht Koch sich eine Gitarre und lernte „Frere Jaques“ zu zupfen. Bald darauf versuchte er sich an eigenen Songs mit deutschen Texten. Diese Versuche klangen leider nach Udo Lindenberg. Also versuchte er es in englisch. Das klang dann wie Helmut Kohl.

Ab dann überließ Herr Koch das Singen den jeweiligen Sängerinnen der Bands, in denen er spielte, u.a. ANNA LINDBLOM bei der Gruppe BALLHAUS. Er schrieb zwar noch Songs, doch die deutschen Songtexte dazu schrieben andere.

Um seine Eltern nicht zu enttäuschen, studierte er Germanistik. Dass die Uni ihm nichts brauchbares beibrachte, erzählte er seinen Eltern natürlich nicht.

Damit das Studium nicht völlig umsonst war, schrieb er seine Examensarbeit über etwas, was ihn wirklich interessierte: deutsche Popmusik und ihre Texte. Das war damals neu, vor allem für seinen Professor. Die Uni gab sogar eine Pressemitteilung heraus, worauf alle Radiostationen der Republik Koch morgens um 8 Uhr aus dem Bett klingelten, um ihn telefonisch zu interviewen. Aus der Examensarbeit wurde später ein Sachbuch beim ULLSTEIN Verlag. Von „Angriff auf’s Schlaraffenland“ gingen dann ungefähr 137 Exemplare über den Ladentisch.

Durch seine germanistische Recherche wusste Albrecht Koch jetzt immerhin, wie andere Künstler Songtexte schreiben.

Um Geld zu verdienen, arbeitete er u.a. als Gitarrenlehrer, Taxi- und Lastwagenfahrer und Kloputzer. Schließlich landete er in der WDR-Hörspielabteilung und wurde Regieassistent.

Dort lernte er endlich was. Zum Beispiel wieviel schlechte Manuskripte hier produziert wurden. Er dachte sich: das kann ich besser! Die Entscheidung, freier Autor zu werden, fiel ihm nicht schwer, weil der WDR gerade eine 95 %-Frauenquote für die Festanstellung eingeführt hatte und man Koch leider ansah, dass er keine Frau war.

20 Jahre lang arbeitete er dann als freier Autor und Producer in ‚Funk und Fernsehen‘, Bereich Show, Comedy und Sitcom. Learning by doing schaffte er sich u.a. drauf, wie man Geschichten erzählt. Seine Karriere als Autor hinter den Kulissen brachte ihn mit unzähligen Künstlern zusammen, von RUDI CARRELL über PIET KLOCKE bis OTTFRIED FISCHER. Für OLLI DITTRICH und sein Alter Ego DITTSCHE arbeitet er heute noch.

Von diesen Stars konnte er viel lernen. Leider aber nichts über das Songschreiben.

Neben der Arbeit für das Fernsehen schrieb Koch alles mögliche, außer dem erwähnten Popmusiktextebuch ein Gitarrenlehrbuch, vier Theaterstücke, diverse Hörspiele, ein Roman. Außerdem komponierte er Hörspiel-, Film-und Fernsehmusiken.

Preise gab es auch:

TERRE DES HOMMES HÖRSPIEL- PREIS 1989 für die Hörspielmusik zu „Anna Paula Faltenwurf – die Hose mit dem Groschen zuviel“ von Axel Scheibchen, Regie: Hein Bruehl (WDR), zusammen mit der Gruppe BALLHAUS.

DEUTSCHER COMEDYPREIS 2004 für Kochs Arbeit als Headwriter und Producer bei 7 TAGE 7 KÖPFE.

Nur: Einen Songtext, den er selber singen konnte und wollte, hatte Albrecht Koch immer noch nicht geschrieben.

2005 kam dann die Wende:

Erstens schrieb er  den SAT.1-Weihnachtsevent „Urmel aus dem Eis“ mit u.a. DIRK BACH, BARBARA SCHÖNEBERGER und MIRJA BOES. Dabei textete er für KONSTANTIN WECKER einen Urmel-Songtext.

Zweitens wurde er Vater.  Also komponierte – und textete(!) – er ein weiteres Kinderlied:

Warum hat der Käse Löcher?
Wieso ist der Indianer rot?
Warum ist die Banane krumm
und mein Bruder dumm wie Brot …
Mama weiß keine Antwort,
Papa stinkt nach Kneipenrauch
und der Bruder rollt die Augen,
denn Schwester fragt Löcher in den Bauch.

Das Lied heißt „Löcher in den Bauch“. Herr Koch entdeckte, dass er, wenn er singt, am besten Geschichten erzählt. Geschichten über andere Leute und auch mal über sich selbst.

Es entstanden eine Handvoll Chansons. Bei einem Konzert traf er dann den Saxophonisten BERND DELBRÜGGE, mit dem er 2013 das MADAME POMSKY ORCHESTER gründete und seine Chansons erstmals auf die Bühne brachte.

2017 löste sich das Orchester auf und Koch beschloss, solo weiter zu machen.

Sein erster Chanson-Abend heißt „Unsinkbar“, ein Programm mit vielen Geschichten, das im Frühjahr 2019 als Platte erscheinen wird.

Seit Sommer 2018 hat Koch auch noch eine neue Combo, sie heißt FRAU LINDBLOM UND HERR KOCH. Damit schließ sich ein Kreis: Mit Frau Lindblom hatte er schon im letzten Jahrtausend Musik gemacht, bei der Gruppe BALLHAUS.