bio

Kurz-Biographie

Vorgeschichte: Kreißsaal, Kindergarten, Volksschule, Gymnasium, Zivildienst.
Ausbildung: Unistudium Germanistik (M.A.), Selbststudium zum Musiker und Songschreiber.
Berufe: Gitarrenlehrer, Lastwagen- und Taxifahrer, Kloputzer. Schließlich Regieassistent beim WDR und Comedyautor in Theater, Radio und Fernsehen, u.a. bis heute bei DITTSCHE.
Werke: Ein Gitarrenlehrbuch, ein Sachbuch, vier Theaterstücke, diverse Hörspiele, ein Roman, zwei LPs.
Preise: TERRE DES HOMMES HÖRSPIEL- PREIS 1989 für eine Hörspielmusik. DEUTSCHER COMEDYPREIS 2004 für seine Arbeit als Headwriter bei 7 TAGE 7 KÖPFE.

 

Sehr persönliche Biographie

(unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung Albrecht Kochs zum Chansonsänger und -autor)

Mit 15 Jahren kaufte Albrecht Koch sich eine Gitarre und lernte „House of the rising sun“. Bald darauf versuchte er sich an eigenen Songs mit deutschen Texten. Diese Versuche klangen – wie Zeugen bestätigten – nach Udo Lindenberg. Also versuchte er es in englisch. Das klang dann wie Helmut Kohl.

Ab dann überließ Herr Koch das Singen den jeweiligen Sängerinnen der Bands, in denen er in den 80er Jahren spielte. Er schrieb zwar noch Songs, doch die deutschen Songtexte dazu machten andere.

Um seine Eltern nicht zu enttäuschen, studierte er Germanistik, Sozialwissenschaften und Kunstgeschichte. Dass die Uni ihm nichts beibrachte, was er irgendwie für sein Leben brauchen konnte, erzählte er seinen Eltern natürlich nicht.

Damit das Studium nicht völlig umsonst war, schrieb er seine Examensarbeit über das, was ihn wirklich interessierte: deutsche Popmusik und ihre Texte. Das war in den 80er Jahren neu, vor allem für seinen Professor. Die Uni gab sogar eine Pressemitteilung heraus, worauf alle Radiostationen der Republik bei ihm zuhause anriefen, um ihn telefonisch zu interviewen. Aus der Examensarbeit wurde später ein wirklich gutes Sachbuch beim ULLSTEIN Verlag, von dem ungefähr 137 Exemplare über den Ladentisch gingen und der Rest in die Papiertonne.

Durch seine germanistische Recherche wusste Albrecht Koch jetzt immerhin, wie andere Künstler Songtexte schreiben.

Um Geld zu verdienen, arbeitete er u.a. als Gitarrenlehrer, Taxi- und Lastwagenfahrer und Kloputzer. Schließlich landete er in der berühmten WDR-Hörspielabteilung und wurde Regieassistent.

Dort lernte er endlich was. Außerdem stellte er fest, dass neben vielen guten auch so manches schlechte Manuskript produziert wurde und dachte sich: das kann ich besser! Die Entscheidung, freier Autor zu werden, fiel ihm nicht wirklich schwer, weil der WDR gerade eine 95 %-Frauenquote für die Festanstellung eingeführt hatte und man Koch ansah, dass er keine Frau war.

20 Jahre lang arbeitete er dann als Autor und Producer in ‚Funk und Fernsehen‘, Spezialbereich Show, Comedy und Sitcom. Learning by doing schaffte er sich u.a. drauf, wie man Geschichten erzählt. Seine Karriere als Autor hinter den Kulissen brachte ihn mit unzähligen Künstlern zusammen, von RUDI CARRELL über PIET KLOCKE bis OTTFRIED FISCHER. Für OLLI DITTRICH und sein Alter Ego DITTSCHE arbeitet er heute noch. Von diesen Stars konnte er viel lernen. Leider aber nichts über das Songschreiben.

Neben der Arbeit für das Fernsehen schrieb Koch alles mögliche, außer dem erwähnten Popmusiktextebuch ein Gitarrenlehrbuch, vier Theaterstücke, diverse Hörspiele, ein Roman. Außerdem komponierte er Hörspiel-, Film-und Fernsehmusiken.

Preise gab es auch: TERRE DES HOMMES HÖRSPIEL- PREIS 1989 für seine Hörspielmusik. DEUTSCHER COMEDYPREIS 2004 für seine Arbeit als Headwriter bei 7 TAGE 7 KÖPFE.

Nur: Einen Songtext, den er selber singen konnte und wollte, hatte Albrecht Koch immer noch nicht zustande gebracht.

2005 dann die Wende:

Erstens schrieb er  den SAT.1-Weihnachtsevent „Urmel aus dem Eis“ mit u.a. DIRK BACH, BARBARA SCHÖNEBERGER und MIRJA BOES. Dabei textete er für KONSTANTIN WECKER auch einen kindlichen Urmel-Songtext.

Zweitens wurde er Vater.  Also komponierte – und textete(!) – er ein weiteres Kinderlied, weniger für seinen Sohn, als für sich selbst:

Warum hat der Käse Löcher?
Wieso ist der Indianer rot?
Warum ist die Banane krumm

und mein Bruder dumm wie Brot …

Mama weiß keine Antwort,
Papa stinkt nach Kneipenrauch
und der Bruder rollt die Augen,
denn Schwester fragt Löcher in den Bauch.

 

Das Lied heißt „Löcher in den Bauch“. Herr Koch entdeckte, dass er, wenn er singt, am besten Geschichten erzählt. Geschichten über andere Leute und auch mal über sich selbst.

Zusammen mit BERND DELBRÜGGE gründete er das MADAME POMSKY ORCHESTER, mit dem er „Löcher in den Bauch“ und viele andere Chansons erstmals auf die Bühne brachte.

Nun folgt sein erster Chanson-Abend „Unsinkbar“, ein Programm mit vielen Geschichten, das im Sommer 2018 als Platte erscheinen wird.